Die technische Entwicklung im industriellen Umfeld befindet sich seit vielen Jahren in einem schnellen Wandel. Insbesondere die fortschreitende Digitalisierung stellt die Fachkräfte von morgen vor große Herausforderungen und erfordert eine ausgeprägte Handlungskompetenz, insbesondere im Hinblick auf die eigenständige Einarbeitung in neue Technologien.
Um diese Kompetenzen gezielt zu fördern, wurde am Bildungszentrum für Technik und Gestaltung bereits im Jahr 2020 das Projekt „Digital-Offensive“ ins Leben gerufen. Im Rahmen dieses Projekts haben interessierte Schüler*innen die Möglichkeit, während ihrer dualen Berufsausbildung ihre Fähigkeiten im eigenständigen Arbeiten anhand anspruchsvoller Aufgabenstellungen aus dem Bereich der Digitalisierung weiterzuentwickeln.
Im Fokus der Digital-Offensive 2026 stand die Entwicklung einer Anlage zur automatisierten Verpackung bereits gefertigter Produkte einer Industrie-4.0-Anlage. Die realisierte Anlage ermöglicht es, drei parallele Kundenaufträge, für die zuvor über einen Webshop individuell konfigurierten und produzierten Produkte, vollautomatisch zu verpacken.
Ein zentrales Element der Anlage ist die Identifikation der unterschiedlichen Produktvarianten, die mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) und kamerabasierter Bilderkennung erfolgt. Die anschließende Verpackung wird durch ein eigens entwickeltes Transportsystem sowie drei Knickarmroboter umgesetzt. Diese sorgen dafür, dass die jeweiligen Produktvarianten präzise in ein speziell konzipiertes Ablagesystem eingeordnet werden.
Während der mechanische Aufbau sowie die Programmierung der Gesamtanlage für die angehenden Mechatroniker und Elektroniker für Betriebstechnik routiniert umgesetzt werden konnten, stellte insbesondere die Integration und das Training der KI eine besondere Herausforderung dar. Auch die Einbindung in das bestehende Steuerungssystem sowie die Inbetriebnahme der komplexen Gesamtanlage verlangten ein hohes Maß an Fachwissen und Problemlösungskompetenz.
Im Zuge dessen wurde von den Teilnehmer*innen ein eigener Server eingerichtet und programmiert, um die reibungslose Kommunikation aller Anlagenkomponenten über eine OPC-UA-Netzwerkverbindung sicherzustellen.
Die Projektleiter Kai Stulken und Gerrit Bethmann zeigten sich im Rahmen der abschließenden Projektpräsentation äußerst beeindruckt von den erzielten Ergebnissen. Als Anerkennung für die erbrachten Leistungen wurden allen Teilnehmer*innen feierlich ihre Abschlusszertifikate überreicht.
















