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Schüler schulen Schüler
     

ROM, RAM, USB, Binäres Zahlensystem, FAT, BIOS, Cluster, USB, ... so kann man die Reihe der Fachbegriffe, die ein/eine Mediengestalter/in im ersten Ausbildungsjahr im Bereich der PC-Technologie kennen muss, beliebig fortsetzen.
Am Bildungszentrum für Technik und Gestaltung (BZTG) in Oldenburg wird der Unterrichtsstoff in sogenannten Lernfeldern unterrichtet. Die Zeiten von Unterrichtsfächern wie Technologie, Fachmathematik, Fachzeichnen usw. sind längst Vergangenheit.
Eines der Lernfelder heißt: „Computerarbeitsplätze und Netzwerke nutzen, pflegen und konfigurieren“ und beinhaltet u.a. die oben genannten Begriffe. Mediengestalter sollen ihr Arbeitswerkzeug, den Computer, nicht nur als „Blackbox“ kennen, sondern auch einen Überblick über sein Innenleben erhalten.


Rund 50 Auszubildende werden zurzeit im ersten Ausbildungsjahr zum/zur Mediengestalter/in am BZTG unterrichtet.
Ebenso viele IT-Systemelektroniker haben ihre Ausbildung am 1.8.2007 begonnen. Sie müssen in ihrer Ausbildungszeit in Form von Projekten „Kunden“ die Vor- bzw. Nachteile von Computersystemen erläutern.
Da lag es nah, diese beiden Berufsgruppen zusammenzuführen.

 

 

 

 

Die Idee: Schüler schulen Schüler als Sozialform anzuwenden, war geboren, denn sie verändert die Organisation Schule im sozialen Bereich (zwei Berufsgruppen lernen sich kennen, sie sprechen die gleiche „Sprache“, sie müssen einander zuhören, sich ernst nehmen, Fragen stellen usw.) und sie führt zur Leistungssteigerung, da man zum einen durch Lehren und Unterrichten selbst am besten lernt, zum anderen ragt diese Sozialform aus dem Unterrichtsalltag heraus und führt zu verstärktem Interesse am Lernstoff.

Die Schüler gestalten den Lernprozess aktiv mit, die Interaktion zwischen ihnen wird erhöht, sie sind nicht mehr nur passive Konsumenten von Unterricht.

Die zuständigen Lehrkräfte (Heike Heising, Unterrichtende bei den Mediengestaltern; Gert Mora-Motta und Stefan Rosemann, Unterrichtende bei den IT-Systemelektronikern) organisierten die Rahmenbedingungen: Ein Zeitplan musste her, die entsprechenden mit PCs ausgestattenden Räume gesucht und Unterrichtsverschiebungen für die Kolleginnen und Kollegen abgesprochen werden.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die IT-Auszubildenden bauten Lerninseln auf, an denen sie in Kleingruppen (3 IT-Systemelektroniker - 3 „Mediengestalter-Kunden“) die Funktionsweise eines Rechners erklärten. Zunächst theoretisch und dann musste „geschraubt“ werden. Die angehenden Mediengestalter/innen nahmen den Schraubendreher in die Hand und bauten „ihren“ eigenen PC Stück für Stück zusammen.
Nach 6 Unterrichtsstunden bekam jeder Teilnehmer ein Skript, in dem die wesentlichen Komponenten nachgelesen werden können.
Wie eine abschließende Umfrage ergab, waren die Schülerinnen und Schüler beider Berufsgruppen mit dem Verlauf des Projektes sehr zufrieden. Nun überlegen die Mediengestalter/innen, wie sie sich revanchieren können. Vielleicht mit einer Einheit zum Thema: Gestaltungskriterien bei der Erstellung eines Skripts?

 
       
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